Dienstag, 27. April 2010

Auf nach Dänemark

Gestern erreichten uns neue Nachrichten von Astrid, Richard und Timon. Zu diesem Zeitpunkt waren sie noch in Deutschland (Rostock). Heute sollte es dann auf die Fähre nach Dänemark gehen. Aber schaut selbst.


Hier noch ein kurzer Rückblick auf die letzten Tage in Ostdeutschland:
Unser Weg führte uns von Barby über Magdeburg, Tangermünde, Havelberg, Neuruppin, Rheinsberg, Waren, Krakow nun bis Rostock.
Die Mecklenburgische Seenplatte hat uns ganz hervorragend gefallen mit idyllischen gut ausgeschilderten Radwegen von einem See zum anderen aber doch um einiges hügeliger als erwartet. Gegen das bisherige Wetter ist kaum etwas einzuwenden. Abgesehen von der öfter mal falschen Windrichtung und einem Hagelschauer sind wir bislang noch nicht einmal richtig nass geworden - und das für April ist grandios!!! Sogar Sonnencreme haben wir schon hin und wieder aufgetragen. Die zahlreichen Seen scheinen auch Timon etwas geprägt zu haben. Bei jedem Anblick des kühlen Nass´ schnellt sein Puls nach oben und er ruft Wasser!! (sprich: hassa) dieses Wort wird dann 50 - 100 mal wiederholt. Wir gönnen ihm den Spaß und lassen ihn mit einem Stock drin herumstochern oder Steine hinein werfen. Sogar nachts im Traum kommt ihm gelegentlich ein "hassa" über seine Lippen.
Wenn nicht gerade ein Spielplatz, ein Cafe oder See in der Nähe ist, muss auch schon mal der Wald als Rastplatz herhalten. Hier kann man dann Stöcke und Tannenzapfen sammeln.
Gestern haben wir nach einer langen Etappe mit Zwangspause (Plattfuß am Anhänger)nach nun 1164km Rostock erreicht und uns heute eine Radelpause gegönnt. Stattdessen sind wir in den Zoo gefahren, wo neben interessanten Tieren natürlich auch Wasser zu sehen war. Nach einer bevorstehenden weiteren lauten Nacht in unserem von Hauptstraßen umringten Hostel werden wir morgen das Heimatland verlassen und mit einer zweistündigen Fährfahrt nach Gedser in Dänemark übersetzen.
Wir freuen uns jetzt schon wieder aufs Radeln und eine etwas ruhigere Umgebung.
Die nächsten Infos gibt es dann aus dem Ausland.

Liebste Grüße
Astrid, Richard und Timon

Samstag, 24. April 2010

Morgen in Rostock

Nachdem wir gerade mit den Weltenbummlern telefoniert haben, können wir euch den aktuellen Aufenthaltsort der drei mitteilen. Momentan befinden sie sich in Krakow am See auf einem Zeltplatz und hoffen, dass die Nacht nicht zu kalt wird.
Morgen soll es dann weiter nach Rostock, wo sie bis voraussichtlich Dienstag oder Mittwoch ihr Lager aufschlagen werden, bevor sie dann mit der Fähre nach Dänemark übersetzen.
Gestern haben sie sich einen schönen Tag in Waren an der Müritz gemacht.
Allen drei geht es gut. Timon schläft tagsüber viel und kommt abends spät ins Bett. Beim Klettern eifert er seinen Eltern schon sehr stark nach und hat schon einige (Spielplatz-)Gipfel erklommen. Und wie man hört, arbeitet Timon nebenher noch am Ausbau seiner Trotzreaktionen (mündliche Überlieferung).
Wir hoffen, dass uns bald wieder einige Fotos erreichen.

Sonntag, 18. April 2010

Viele Grüße aus Barby

Heute hat uns eine neue Mail der drei Reisenden erreicht. Denen scheint es ja richtig gut zu gehen:


Hallo Ihr Lieben,

ich hoffe, euch geht es allen gut und ihr genießt wie wir das wunderbare Frühlingswetter. Wir sitzen hier in Barby (verrückter Name für einen Ort), wo die Saale in die Elbe mündet in einer sehr schönen Pension und haben gerade ein oppulentes Frühstück zu uns genommen. Draussen lacht - wie gestern - die Sonne von einem wolkenlosen Himmel. Es war die Nacht zwar wieder eiskalt - aber der Tag verspricht schön warm zu werden.
Die letzte Woche haben wir uns mehr oder weniger Offroad durch die  Randbezirke des Harzes gekämpft. Der Radweg - bezeichnender Weise mit einer Hexe markiert - war eher schlecht ausgeschildert, so dass wir alle Nase lang auf dem falschen Weg waren - und das gerne im Wald, über Schotter, durch aufgewühlte Forstwege, immer anständig bergauf oder auf sehr schlechtem Weg bergab. Daher waren wir froh, wenn wir im Laufe des Tages auf knapp 50 km gekommen sind. Landschaftlich ist die Ecke aber auf jeden Fall sehr sehr schön gewesen - und die Städte (Goslar, Wernigerode, Quedlinburg...) haben herrliche Altstädte - alle Mal eine Reise wert. In Quedlinburg sind wir einen Tag in der urigen Jugendherberge -(ein altes Fachwerkhaus) - geblieben, haben uns ein wenig die Stadt angeschaut und sind mit Timon lange auf einem tollen Spielplatz geblieben. Der blüht richtig auf, klettert wie toll an allem hoch (Leitern, Gerüste, Stühle,...), seine Lieblingsworte sind Nein und Sand und ich fürchte wir kommen jetzt in den Genuss der ersten Trotzphase. Heute Morgen hat er fast eine Stunde geheult, weil er umbedingt in den Sand wollte, aber weder Hose noch Jacke anziehen wollte...).
Gestern konnten wir dann endlich mal wieder mit Rückenwind und Sonne im Gesicht einige Kilomteter machen und haben es sehr genossen. Ansonsten gehts uns super - wir haben jetzt das Gefühl, richtig angekommen zu sein und freuen uns auf die nächste Zeit. Anfangs haben wir doch sehr unter der Aussicht auf eine so lange Trennung gelitten. Aber glaubt mir - ihr fehlt uns auch so täglich!
Heute fahren wir den Elberadweg weiter Richtung Norden, um dann ca 80 km hinter Magdeburg nach Nord-Osten - quer durch - Richtung Rheinsberg in der Mecklenburgischen Seenplatte zu fahren, wo wir dann endlich auf den Radweg von Berlin nach Kopenhagen treffen werden.

Wir wünschen euch einen schönen Sonntag, alles Liebe und freuen uns darauf, bald wieder von euch zu hören.

Montag, 12. April 2010

Fotos

Hier jetzt wie versprochen die Fotos. Außerdem eine Karte mit dem aktuellen Aufenthaltsort.

Neue Nachricht von den Reisenden höchstpersönlich

Hallo zusammen,

heute fand sich in meinem Mail-Postfach eine Nachricht von den Weltreisenden, die ich an dieser Stelle natürlich gerne weiterleite:

Bis nach Bad Karlshafen habt ihr unsere Strecke ja schon verfolgt. Mittlerweile haben wir uns gegen eisekalten Ostwind über den Weserradweg und den Europaradweg R1 bis nach Seesen im Harzvorland vorgearbeitet und uns für diese Nacht im "Alten Fritz" eingemietet. Zum Zelten ist es uns nun doch zu kalt. Aber wir haben ja Anfangs gar nicht erwartet, schon zelten zu können und können nun auf ein paar wunderbare - wenn auch Lausigkalte- Zeltnächte an der Henne- und der Diemeltalsperre und in Bad Karlshafen zurück blicken. Ich glaube - am wenigsten friert Timon. Sobald der aus dem Anhänger steigt, ist er nicht mehr zu halten. Er hat schon so manchen Spielplatz zwischen Wetter und Seesen unsicher gemacht - mit Schüppe und Eimer bewaffnet...!

410 km haben wir schon zurückgelegt - und uns auch schon einen sehr entspannten "Ruhetag" in der Weserterme in Bad Karlshafen gegönnt - zum aufwärmen...! Timon war gar nicht mehr aus dem Wasser zu bekommen!

Wir werden uns hoffentlich in den nächsten Nächten dem Deutschen Jugendherbergswerk anvertrauen können (Goslar, Wernigerrode...). Ansonsten hoffen wir auf etwas mehr Wärme - nass geworden sind wir bisher eigentlich noch gar nicht - aber Frostbeulen sind auch nicht schön!

Also Ihr Lieben, wir vermissen euch schon ein bißchen - aber wir geniessen auch das Reisen ohne Druck (müssen wir aber auch noch lernen...:-)!

Ganz liebe Grüße

Astrid, Richard & Timon


Im nächsten Post schicke ich die angehängten Fotos mit.





Samstag, 10. April 2010

Fotos vom Abfahrtstag




Kirsten hat einige Fotos vom Montag (Abfahrtstag) zur Verfügung gestellt, so dass wir jetzt auch Bilder von der Strecke zeigen können. Vielen Dank!

Diemelradweg



Nach neusten Informationen wurden Astrid, Richard und Timon am Freitag in Bad Karlshafen gesichtet. Zuvor haben sie dem nach eigenen Bekunden wunderschönen Diemelradweg unsicher gemacht. Wer sich einen Eindruck von diesem Radweg machen will, hat unter "www.diemelradweg.de" die Möglichkeit dazu.

Dienstag, 6. April 2010



Hallo zusammen,
den ersten Tag auf dem Fahrrad haben die drei Weltreisenden gut überstanden und sind abends in Neheim-Hüsten (Information von Klaus - danke) gelandet. Das Wetter war schön aber schon ziemlich windig. Zum Glück aber zumeist Rückenwind.
Weitere Angaben und Infos haben wir noch nicht. Wir bekommen aber in nächster Zeit noch einige Fotos vom Montag, die wir dann natürlich sofort veröffentlichen werden.
Heute schicke ich nur mal zur Veranschaulichung eine Übersichtskarte, die den groben Routenverlauf in Deutschland zeigt (Danke für den Link Karo).

Montag, 5. April 2010

Die Abfahrt

Los geht's!

Bei strahlendem Sonnenschein aber durchaus frostigen Temperaturen kann es endlich (oder schon) losgehen. Viele Freunde und Bekannte haben sich in Wengern eingefunden, um die drei Abenteurer mit guten Wünschen auf die Reise zu schicken. Wie zuvor angekündigt, haben sie auch einige ein Stück weit auf der ersten Etappe mit dem Fahrrad begleitet.
Einige Freunde haben den Weltreisenden selbst erstellte Shirts mit einem Abschiedsgruss und einem Gruppenfoto mit auf den Weg gegeben. Eine schöne Erinnerung, über die Atti, Richard und auch Timon sichtlich gerührt waren. A propos Timon: wenn man gesehen hat, wie schnell der in seinen Anhänger wollte und scheinbar ungeduldig auf die Abfahrt wartete, kann keine Bedenken bezüglich der weiteren Reise haben. Alle drei freuten sich deutlich auf die bevorstehenden Wochen und Monate, auch wenn natürlich deutlich eine gewisse Wehmut und Traurigkeit zu verspüren war. Schließlich bedeutet diese Reise auch die Trennung von Freunden und Familien für eine lange Zeit. So sind denn auch einige Tränen geflossen.
Um den Abschiedsschmerz nicht noch unnötig zu verlängern und ausarten zu lassen, hat sich Atti schnell auf ihr Rad geschwungen und auf dem Weg gemacht. Der gesundheitlich leicht angeschlagene Richie folgte seiner Frau mit seinem Sohne schnell nach und dann machten sich auch die übrigen Begleiter auf dem Weg. Gute Reise!

Zum Verlauf der nächsten Tage:
Zunächst geht es auf dem Ruhrtalradweg durchs Sauerland. Dann geht es weiter Richtung Berlin und von da aus auf dem Radfernweg Berlin-Kopenhagen vorbei an der Mecklenburgischen Seenplatte bis an die Ostsee. Von da aus wollen die drei mit einer Fähre nach Dänemark übersetzen (aber bis dahin haben sie ja noch ein bißchen Zeit).


Sonntag, 4. April 2010

Heute geht es los

Hallo zusammen,
hier entsteht ein Blog über die Reise von Astrid, Richard und Timon Fänger im Laufe dieses und des nächsten Jahres, die sie durch Deutschland und Dänemark nach Norwegen, in die USA, nach Australien und das südliche Europa führen soll. Das Ganze auf dem Fahrrad. Ich habe diesen Blog (oder heißt es dieses Blog?- ich bin blutiger Anfänger) eingerichtet, um alle Interessierten auf dem Laufenden zu halten und Neuigkeiten weiterzugeben.
Heute früh soll es also losgehen. Nach langen Vorbereitungen und intensiven Planungen werden sich die drei Fängers auf ihr Fahrrad bzw. in ihren Anhänger schwingen und sich hoffentlich bei gutem Wetter auf dem Weg machen. Für die erste Etappe haben sich einige Mitstreiter gefunden, die die Weltenbummler ein Stück weit begleiten wollen. Dann heißt es Abschied nehmen und Daumen drücken, dass alles wie gewünscht verläuft.
Atti, Richie und Timon - wir wünschen euch eine gute Reise, viele eindrückliche Erlebnisse, nette Menschen unterwegs, keine Pannen und v.a. Gesundheit. Passt auf euch auf und macht viele schöne Fotos.
Zum Abschluss als guten Wunsch möchten wir euch noch den irischen Reisesegen (Text leicht abgewandelt) mit auf dem Weg geben.
Alles Gute wünschen Uta und Jörg mit Ronja und Klara.

Möge die Straße uns zusammenführen

und der Wind in eurem Rücken sein.

Sanft falle Regen auf eure Felder

und warm auf euren Gesichter der Sonnenschein.


Und bis wir uns wiedersehen,

halte Gott euch fest in seiner Hand.

Und bis wir uns wiedersehen,

halte Gott euch fest in seiner Hand.


Führe die Straße, die ihr fahrt,

immer nur zu eurem Ziel bergab.

Habt, wenn es kühl wird, warme Gedanken

und den vollen Mond in dunkler Nacht.


Und bis wir uns wiedersehen,

halte Gott euch fest in seiner Hand.

Und bis wir uns wiedersehen,

halte Gott euch fest in seiner Hand.


Bis wir uns 'mal wiedersehen,

hoffe ich, dass Gott euch nicht verlässt.

Er halte euch in seinen Händen,

doch drücke seine Faust euch nie zu fest.


Und bis wir uns wiedersehen,

halte Gott euch fest in seiner Hand.

Und bis wir uns wiedersehen,

halte Gott euch fest in seiner Hand.


Irisches Segenslied