Kirsten war so freundlich und hat ihre Eindrücke von der Reise zusammen mit einigen Fotos geschickt. Vielen Dank!
Da ich nun von mehreren Seiten gebeten worden bin, von unserer Radtour mit den Astrid, Richard und Timon über die Lofoten zu berichten, will ich dies nun tun.
Fynn und ich haben Astrid, Richard und Timon vom 17.07.2010 bis zum 02.08.2010 auf ihrer Tour durch Norwegen begleitet. Per Flugzeug sind wir mit einem Fahrrad und einem Trailer nach Bodö gereist, wo wir uns getroffen haben. In Tromsö haben sich unsere Wege wieder getrennt, per Flugzeug ging es wieder nach Hause.
Wir sind nun seit einer Woche zurück, und wenn ich unseren Urlaub nördlich des Polarkreises zurück denke, kommen mir immer wieder ganz bestimmte Bilder in den Sinn:
- Der beeindruckende Anblick der schroffen Felsen der Lofotenküste, der uns bei unserer Ankunft bei strahlendem Sonnenschein auf den Lofoten in Moskenes erwartete;
- Der Dauerregen in den ersten beiden Tagen unserer Tour, bei dem ich trotz Regenzeug bis auf die Unterwäsche nass geworden bin und mir selbst in unseren trockenen Pausenunterschlupfen nicht mehr warm wurde;
- Der Tunnel unter dem Nappstraumen hindurch, 1,68 km lang und 40 m tief unter dem Wasser, dessen 2. Hälfte ich aufgrund zu großer Steigung schieben musste, während die Autos und Wohnmobile mit Tempo an uns vorbei brausten.
- Die Abende, an denen wir bei Tageslicht bis kurz vor Mitternacht bei heissem Tee zusammen gesessen haben
- Das malerische Hafenstädtchen Svolvaer (die heimlich Hauptstadt der Lofoten)
- Das Wettrennen gegen die Zeit, um in Fiskeböl noch die frühere Fähre auf die Vesteralen zu bekommen, das wir nur gewannen, weil ein Bus ein Problem hatte, die Fähre zu verlassen
- Unsere erste gemeinsame Hüttennacht, zu fünft in einer 10 m² großen Holzhütte; das Gepäck musste leider vor der Tür bleiben;
- Eine abenteuerliche Dachkonstruktion aus einer Plane, 2 Zaunpfählen, einem Kinderhänger und einer umgekippten Tisch-Bank-Kombination;
- Meine erste Wildcamping-Nacht in einem Blaubeerfeld bei Oshaugen, sehr idyllisch an einer Fjordbucht gelegen; leider bricht hier sowohl das Gestänge unseres Zeltes als auch Fynn ins Zelt;
- Ein Picknick und ein Fußballspiel Jungs gegen Mädchen auf einem kleinen Friedhof in Sortland ;
- Unsere kälteste Nacht, in Sortland, in der ich bei 4°C versuchte mich mit der alten Picknickdecke von Astrid und Richard gegen die Kälte zu wappnen;
- Der Zeltplatz auf der Insel Andoya, wo uns die Knotts derartig zusetzten, dass wir es trotz des guten Wetters vorzogen, den Abend im Zelt zu verbringen;
- Eine Mittagspause an einem herrlichen, fast weissen Sandstrand;
- Das extrem kurzes, erfrischendes, morgendliches Bad im Nordmeer an einem Zeltplatz mit direktem Ausblick aufs Meer;
- Unsere 2. Wildcamping-Nacht auf der Insel Senja an einem Pass mit herrlichem Talblick, leider im Regen;
- Ein weiterer Pass mit 270 m Höhe, der uns nach einer Tunnelfahrt mit einer herrlichen Aussicht auf das darunter liegende Tal belohnt;
- Eine weitere Wildcampingnacht an einem der (angeblich) schönsten Strände Nordnorwegens in Bövaer; hier stellte uns ein gastfreundlicher Norweger Dusche und Toilette in seiner Werkstatt zur Verfügung;
- Unsere letzte Wildcampingnacht in Laukelines auf dem Gelände einer Hüttenunterkunft; hier brauchten wir nur eine Sauna zu mieten, um auch Dusche und Toilette benutzen zu dürfen;
- Die Klettertour auf den Hausberg von Tromsö, wo wir mit einer herrlichen Aussicht auf die Stadt Tromsö mit ihren Brücken, dem Flughafen, der Sprungschanze und der Eismeerkathedrale belohnt werden;
- Und natürlich die vielen Kilometer über die Inseln mit fantastischem Ausblick auf die schroffen Felsen auf der einen Seite und die idyllischen Fjorde und herrlichen weissen Sandstrände auf der anderen Seite!
Trotz der einen oder anderen Unannehmlichkeit war dies sicherlich die schönste und eindrucksvollste Reise seit langem, und von den Erinnerungen werden Fynn und ich noch lange zehren! Herzlichen Dank noch mal an Rainy Bike Tours für die tolle Reiseleitung und Verpflegung! :-)









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