Dienstag, 25. Januar 2011

21. Januar: Nicht nur das Schöne ... oder die kleinen Gemeinheiten des Reisealltages


Sonst lest ihr an dieser Stelle immer von Sonnenschein, Pedalers Paradies, netten Bekanntschaften...halt den angenehmen Seiten unseres Lebens unterwegs. Heute gönnen wir euch mal einen Blick auf die Kehrseiten ...
Der Wetterbericht verspricht uns schönstes Radelwetter - seit 2 Tagen ist es aber statt dessen kalt und wir sind froh, wenn es halbwegs trocken ist. Außgerechnet an so einem Tag zelten wir auf einem Zeltplatz ohne Aufenthaltsraum, etc. Wir bekommen einen Platz zugewiesen, auf dem wir die Häringe der Zeltnachbarn mitnutzen können. Als Timon aus dem Anhänger klettert, ist seine Buxe pitsch nass und der Anhänger auch. Die "Sch..." Pampers (natürlich nicht von Pampers) sind nur teuer aber halten absolut nicht was sie versprechen. Also alles nass, und bei dem Wetter auch nicht wieder trocken zu bekommen. Während wir das Zelt aufbauen pisacken uns schon die Sandflies. Im Zelt müssen wir erstmal die Ohrenkneifer einfangen, die sich hier anscheinend während unserer 3 tägigen Abwesenheit vermehrt haben. Wir bauen unseren Kocher auf, aber wir bekommen keinen Druck aufgebaut, da das Pumpenleder zu trocken ist. Die Arbeit ruft...!

Kaum haben wir uns zum Essen niedergesetzt, fängt es wieder an zu nieseln.

Und das war nur heute...!

Mal sehen, was morgen so auf uns zukommt - Platten oder Speichenbruch, Regen und Gegenwind und kein geeigneter Platz um geschützt Pause zu machen, ein Campingplatz zum Haareraufen, idiotische Autofahrer, im Supermarkt kein anständiges Brot, ach es gibt soooo viel - aber wahrscheinlich wird es wieder ein schöner Tag...!


17. Januar: birdshit


Ein herrlicher Zeltplatz ist das hier in Martinsborough - unserem letzten Etappenziel, bevor wir morgen die Fähre von Wellington nach Picton nehmen (wollen). Wr haben das Zelt schön im Schatten einiger Bäume aufgebaut, der Wind läßt die Baumwipfel leise rauschen und die Vögel beehren uns mit einem Regelmäßigen PITSCH - wenn ihnen mal wieder ein birdshit entweicht. Neben unserm Zelt hat es auch schon mein Buch, den Computer und mehrfach Richards pullover getroffen - erstaunlich, dass deren Verdauung offensichtlich auch Nachts keine Ruhe findet...! Wir sind gespannt, wie das Zelt morgen früh aussieht.

Mittwoch, 19. Januar 2011

19. Januar: Schokopudding zum Nachtisch


Wir haben nach 24 Nächten im Zelt endlich mal wieder ein richtiges Bett mit 4 Wänden drum herum und sogar ein eigenes Bad! Wow - solch ein Luxus! Bei dem Sturm, der draussen geherrscht hat sind wir ganz froh drum. Dazu kommt nach, dass esin diesem Hostel jeden Abend um 8.00 Uhr selbstgebackenen Schokopudding mit Vanilleeies gibt! MMMMhHHH! Gut, dass uns Nachts ein Haufen Mücken auf Trab halten, damit der Pudding gar nicht erst ansetzen kann!

Heute war - wieder erwarten keine Wolke am Himmel und wir geniessen einen faulen Tag! Picton ist hübsch, wir gehen spazieren, schwimmen im Meer, bummeln und Timon plantscht stundenlang im Pool auf dem Spielplatz (und holt sich dabei eine dicke Beule...). Abends sind wir pünktlich zum Puddingessen wieder im Hostel und nun sitze wir bei hochsommerlichen Temperaturen im unserem Zimmer - Fenster und Türen feste verriegelt, um den Mücken gar nicht erst wieder Zutritt zu verschaffen!
 





18.Januar: ÖPNV


Da haben wir es doch btatsächlich schon wieder getan und sind statt mit dem Radel mit Bahn und Fähre gefahren. Nach 6 herrlichen Wochen auf der Nordinsel sind wir heute mit der Bahn die restlichen 60 km nach Wellington gefahren, um uns den Highway nach Wellington zu ersparen. Nicht das erste Mal begegnen uns entgleiste Gesichtszüge, als die "Gepäckmanagerin" des Zuges unseren Gepäckberg erspäht! "No Space" - aber Richard läßt gar keine Zweifel aufkommen, dass wir und all unsere Sachen mitnehmen können...! Von Wellington aus erwischen wir in letzter Minute die Fähre, die uns über die Cooks Strait nach Picton fährt. Die Strait ist bekannt dafür, dass sie nicht gerade zimperlich mit den Schiffen umgeht und es herrschen starker Seegang und ein starker Wind...! Nach 3 Stunden betreten wir mit Regen und stürmischen Winden die Südinsel - wir sind gespannt, was uns hier erwartet.
 


20. Januar: Ein Tag auf dem Queen Charlotte Track


Wir haben unseren Rädern noch einen Tag Ruhe gegönnt und haben stattdessen einen Wandertag eingelegt. Da hier in Picton der wohl bekannte Queen Charlotte Track beginnt (bzw. endet) wollten wir den nicht ganz verpassen. 71 km können wir aber nicht an einem Tag bewältigen und für eine Mehrtageswanderung fehlt uns die Ausrüstung. Also haben wir das Wassertaxi bestiegen und sind bei grauem Himmel und Regenschleiern zum Ship Cove gefahren. Dort hat Käptn Cook das erste mal die Südinsel betreten. Nach einigen Stunden auf diesem wunderbaren Wanderweg durch urwüchsigen Wald, begleitet von abwechselungsreichem Vogelgesang, einzelnen Schauern und essensinteressierten Wekas (große Vögel) haben wir tatsächlich nur 40 min. vor Abfahrt des Schiffes unser Ziel erreicht. Eine toll gelegene Logde, wo man (für viel Geld  denke ich) echt schön nächtigen kann - bei uns hats nur für einen tollen Kaffee und eine runde Schaukeln gereicht, bevor das Boot Richtung Picton wieder abgelegt hat. War mal was ganz Anderes, kann man auch nicht jeden Tag machen - viel zu teuer - aber Morgen gehts ja wieder aufs Rad...!




Montag, 17. Januar 2011

16. Januar: Der Wind



...weckt uns schon am Morgen, so laut rauscht es in in den Bäumen und uns schwant ein weitere Großkampftag! Wir frühtsücken im zelt und packen dann zügig zusammen, denn mit Gegenwind werden wir endlos lange für die restlichen 44 km bis Masterton brauchen!
 


15. Januar: Abgeschoben



Der Wind bläst uns mit Sturmböen ins Gesicht und wir kämpfen z.T. noch härter als die anderen Tage, um uns überhaupt auf dem Rad halten zu können. Immer wieder knallt uns der Wind von der Seite oder von vorne entgegen und wir müssen so manches Mal (sogar bergab) schieben. Mittags, an windgeschützter Stelle, überlegen wir, ob wir uns nicht lieber im Backpacker verschanzen, bis der Sturm vorüber ist. Da dabei aber die Sonne lacht und wir nicht sofort wieder klein bei geben wollen, machen wir uns erneut wieder auf den Weg...! Mit einiger Mühe fahren wir tapfer bis zum geplanten Campingplatz, bauen unser Zelt zwischen zwei "Hütten" auf und hoffen auf Besserung für den nächsten Tag.