Dienstag, 22. März 2011
20. März: Durch die Monchique
Nach langem Überlegen haben wir uns doch dagegen entschieden entlang der recht verkehrsreichen Algarveküste gen Sagres zu radeln und statt dessen über verlassene Bergstarssen durch die Monchique zu fahren. Eine weise Entscheidung - wir wissen zwar nicht was wir verpassen - aber dieses landschaftliche Kleinod nicht bereist zu haben wäre zu Schade gewesen. Es hat uns zwar einige Schweisstropfen gekostet, hier hoch zu radeln - aber die Aussicht und die wunderbare Strecke sind es allemal Wert. Ein fantastischer Höheneg, der uns immer wieder grandiose Ausblicke auf das 20 km entfernt und 500 Meter tiefer liegende Meer bietet führt uns über einige fiese Gegenanstiege und eine leider sehr unebene Abfahrt nach Aljezur. Timon ist schlecht von dem Geschaukel und so verschieben wir die erste Zeltnacht in Portugal und beziehen ein nettes kleines Zimmer hier im Ort!
Samstag, 19. März 2011
19. März: Orangen!
Sind wir doch eigentlich keine überschwenglichen Freunde dieser oftmals tückischen Frucht! Man sieht es ihr einfach nicht an ob sie süß und saftig ist oder sauer, hart, schwer zu pellen und vor lauter Häutchen kaum herunter zu bekommen. Darum kaufen wir sie in Deuschland lieber gar nicht erst! Aber hier...im Land der Orangenbäume! Soooooo leckere, süße, saftige Orangen haben wir noch nie gegessen. Jede Einzelne eine Sünde wert. Und der frisch gepresste Saft erst mal, ein wahrer Genuss!
18. März: Casa de Mae
Unsere erste Übernachtungssuche hat uns in ein wunderbares kleines Hotel auf dem Lande in der Nähe von Salir geührt - Casa de Mae. Ein kleines Paradies erwartete uns nach einer recht kurzen aber bergigen Etappe bei feinstem Wetter! Kaum hatten wir Faro über Schleichwege verlassen gehörten die Strassen uns. Durch Macchia-Haine und Orangenplantagen, vorbei an kleinen netten Dörfchen bergauf und bergab ging es immer weiter ins Landesinnere. Einfach paradiesisch! Wir sind begeistert von der herrlichen Bergwelt hier an der Algarve. Und als wäre das noch nicht genug finden wir Abends auch noch ohne lange Suche dieses Hotel. Ein blauschimmernder Pool vor der Tür (leider viel zu kalt zum Baden), Ausblick auf die Silouette von Salir, Grillenzirpen, Frösche quarken und Hundergebell sind die einzigen Geräusche, die die Stille unterbrechen! Und wir nennen eine kleine Ferienwohnung Namens "Rose Quartier" unser Eigen. Da ist der Name Programm: Rosen auf der Bettwäsche und den Vorhängen, rosa Handtücher, Bettvorleger und sogar rosa Klopapier, rosa gestrichene Wände, die, von Wandleuchten angetsrahlt, den ganzen Raum in ein zartrosa Licht tauchen! Soviel Liebe zum Detail macht glücklich!
17. März: Alles anders...
...da hatten wir uns gerade an die neuseelänsche Kultur gewöhnt - und schon ist wieder alles ganz anders. Der Baustil, der Lebensstil, der Kuchen, die Menschen, die Sprache....!
Endlich gibt es wieder richtige hübsche Stadtkerne in denen man fern von jedem Autoverkehr entspannt bummeln kann! Kopfsteinpflaster, Stadtmauern, historische Gebäude, schöne Kirchen. ..! Nette Café gibts natürlich auch hier - und tollen Kuchen! Schwerer tun wir uns da schon mit der Sprache - über Guten Tag und Danke sind wir noch nicht hinaus gekommen. Zwar sprechen die Portugiesen, die - sagen wir mal "mit den Touris zu tun haben" - ein bißchen Englisch aber für ein Schwätzchen reichts wohl nicht. Macht aber glaub ich nichts - denn zum Schwätzchen waren sie bisher eh nicht aufgelegt. Manche erscheinen uns regelrecht unfreundlich, die meisten sind aber nur irgendwie sehr reserviert. Klar, weit entfernt von dem immer und überall überschwenglichen Amerikanern (how awesome...) - auch noch keine Nähe zu den Neuseeländern (die waren meist sehr freundlich aber selten so übertrieben wie die Amis) und selbst die Deutschen zeigen trotz mehr als 3 Monaten grauen und kalten Winter ein wärmeres Entgegenkommen...). Daran müssen wir uns wohl erst einmal gewöhnen. Selbst der süsse Timon kann so manchem Portugiesen nur ein müdes Lächeln ins Gesicht zaubern...!
Wir sind gespannt, wie die Mentalität "auf dem Land" so ist...!
Morgen starten wir unsere letzte Etappe durch Portugal, Nordspanien, Frankreich, Schweiz und Deuscthland!
16. März: Gelandet
So schnell sind 12 Tage "Heimaturlaub" vorbei und der Ernst des Lebens beginnt erneut. Ohne ein einziges Wort Portugiesisch aber dafür jede Menge Erkältungsviren im Gepäck sind wir nach einer "kurzen" Nacht im Düsseldorfer Flughafen sehr entspannt im sonnigen Faro gelandet.
Da unser Flieger bereits um 5:50 Uhr abheben sollte haben wir uns erstmalig am Late-Night-Check-In versucht und haben noch nie so schnell und unproblematisch eingecheckt (in Auckland haben wir auch schon mal eine Stunde am Check-In-Schalter gestanden). Wider erwarten haben wir sogar noch ein nettes Restaurant im Flughafen gefunden und unser Haupt in einem ruhigen und bequemen Eckchen (weisse Sofas...!) zur Ruhe gebettet!
Die Räder hatten wir recht schnell zusammen gebaut und die ersten Radelkilometer auf Portugiesischem Boden haben uns zu unserem netten Hotel mitten im historischen Teil der Faroer Innenstadt gebracht. Die Sonne lacht aber der Wind ist lausig kalt!
Mittwoch, 2. März 2011
2. März: Der Zoo
Aucklands Zoo ist wirklich schön - noch ein bischen schöner als der Zoom in Gelsenkirchen und Timon gefällts.
Alles an Viechszeuchs da, hingehört und Timon gefällts. Es ist schön grün und ruhig angelegt und wir verbringen den ganzen Tag dort. Abends gibt es dann den lang ersehnten Regen und die Temperaturen werden endlich wieder erträglich.
Unser Waagencheck sollte uns eigentlich für morgen beruhigen, denn es sind nur 1,5 kg Übergepäck. Allerdings soll sich noch herausstellen, dass die Hostelwaage genauso nachlässig justiert, wie das Hostel geführt ist. Aber davon wissen wir ja jetzt noch nichts und können relativ entspannt dem morgigen Tag entgegen sehen.
1. März: Und das nennt sich Urlaub?
Da mussten wir doch tatsächlich den ganzen Tag damit verbringen unsere Klamotten - insbesondere die Räder - für den Flug hübsch zu machen. Die Fahrrdakartons hatten wir schon bei unserer Ankunft vor 3 Monaten organisiert- nun mussten wir sie nur noch ca. 5 km mitten durch die Stadt zum Hostel transportieren - eine schweisstreibende Aufgabe!
Die riesigen Kartons quer über den Anhänger gelegt manovrieren wir uns durch die alles andere als Rollstuhlfreundliche dafür aber extrem viel befahrenen Innenstadt.
Nun ist aber alles in trockenen Tüchern, die Räder auseinandergebaut und eingepackt, die Tascheninhalte aufs minimum beschränkt.
Jetzt haben wir morgen frei und können den Zoo stürmen. Alles andere in Auckland lohnt nicht wirklich anzuschauen. Die Stadt ist uns zu voll, zu laut und viel zu viel Verkehr, der sich durch alle Strassen auf 4 Spuren durch die Stadt schiebt. Es gibt zwar unendlich viele Cafés, aber wenn man dort draussen sitzt kann man sich vor lauter Verkehrslärm nicht verstehen.
Die einzigen Ecken die uns gefallen sind der neue Hafen und die Buchten in den Vororten. Da freuen wir uns doch schon auf die hübschen Südeuropäischen Innenstädte!!! Und natürlcih auf Zuhause!
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