Freitag, 28. Januar 2011

28. Januar: Über den Baumwipfeln...


...da zumindestens wähnen sich die Camperfahrer! So hatten wir heute eine sehr lehrreiche Unterhaltung mit einem Wohnmobilfahrenden Pärchen aus Deuschland. Während unserer sehr verdienten Pause (wir machen natürlich nur wohlverdiente Pausen...) in Lyell teilten wir mit ihnen (und ca. 1000 Sandflies) ein schattiges Plätzchen und sie haben uns einen Einblick in des Camperherz gegeben. So mußten wir erfahren, dass wir als Radfahrer ja leider gar nichts sehen, da wir ja nicht, so wie sie, über die Bäume ind die Schlucht (Buller Gorge) schauen können. Sehr bedauerlich fanden sie auch, dass man mit ihrem großen Camper auf den Strassen auf der Südinsel nicht so schnell fahren kann, obwohl wenig Verkehr ist. Mit nur 3 Wochen Zeit für ganz Neusseeland braucht man wohl auch eher Autobahnen, wenn man "entspannt" Reisen will! Das das wirklich möglich ist können wir kaum glauben - eine nur 15 Min. Mittagspause an diesem herrlichen Plätzchen spricht wohl für sich.

27. Januar: Ich hasse Sandflies


und davon haben wir zur Zeit mehr als mir lieb ist! Kaum steigt man vom rad, krabbelt aus dem Zelt oder steigt nach einem erfrischendem Bad aus dem Wasser fallen sie über uns her. Nicht Allein, nicht zu zweit und auch nicht nur im Verbund der Kleinfamilie - ganze Völker rotten sich zusammen, um uns das letzte Blut aus den Adern zu saugen und uns so manche Pause zu versauen!

Besonders gerne mögen sie Babyfüße und Frauenknöchel....! Aber wenn sie da nicht ran können, ist ihnen auch jedes andere Körperteil recht - da machen sie auch nicht Halt vor der Windel.

Zusätzlich zu diesen kleinen Quälgeistern haben wir im Moment auch noch unsere liebe Freude mit Hummeln - ich weiss nicht, was sie an uns finden. aber sie gehen uns auf den Geist! Da vergisst man ja fast die "gewöhnlichen" Mücken. Die gibt es natürlich auch noch, scheinen aber ein Nischendasein zu führen - sie kommen immer dann hervor, wenn man denkt, endlich Ruhe ...! Natürlich haben wir ein Mittelchen gegen all die Plagegeister - aber das Beste ist immer noch: rein ins Zelt!!!

Halt - fast hätte ich vergesssen zu erwähnen - heute Abend haben wir einen sooooo traumhaften Platz gefunden: ein kühles Bad im Buller River, ein (besser zwei) eiskalte Bier und eine leckere Pizza auf der Veranda mit Blick auf den Fluss - dazu Red Hot Chilie Peppers - wie Urlaub.
 


26. Januar: Wo kein Wille ist...


...ist auch kein Weg. Das zeigte sich heute Abend bei der Suche nach einem Plätzchen für unser Zelt. Auf Empfehlung des Campingwartes in Tapawera sind wir von unserer geplanten Route abgewichen und haben statt dessen einen Abstecher in den Nelson Lakes National Park gemacht. das hat uns viel Schweiss gekostet mußten wir uns doch auf über 700 HM hochackern...! Aber jeder Tropfen hat sich gelohnt...ein herrlciehr See, eingebettet zwischen bewaldeten Berghängen - einfach traumhaft. Nur der Zeltplatz war leider voll. Aber man bot uns einen Platz auf der nahegelegenen Eisskatebahn an - ohne Dusche und Wasser - und vor allem ohne diesen herrlichen See!

Etwas enttäuscht haben wir ein Bad genossen und uns dann unter der Campingdusche wieder aufgewärmt. Gerade alles wieder ans Fahhrad gepackt, um uns wieder auf den Weg zu machen werden wir von einer Rangerin angesprochen, die angesichts unseres weiten Weges und des "little ones" doch eine Platz für uns findet - davon ist noch so reichlich reichlich vorhanden, dass wir uns sogar einen Platz aussuchen können...!

In Gesellschaft von schwarzen Schwänen, Enten und riesigen Aalen kochen wir auf dem Steg und geniessen die fantastische Abendstimmung!
 


Dienstag, 25. Januar 2011

25. Januar: Tarzan


Ein Heidenspaß hatten wir heute in der Mittagspause...! Machen wir sonst ja immer gerne Pause an einer Schule (im Moment sindnoch Ferien), wo es fast immner einen tollen Spielplatz (meist den einzigen im Ort) und irgendwie eine Möglichkeit Schatten oder Schutz vor Regen zu finden gibt, haben wir heute einen tollen Badeplatz am Motueka-.River gefunden. Glasklares Wasser und zwei Seile, an denen man sich vom Ufer ins Wasser schwingen konnte. Erst haben wir nur zugeschaut, wie  ein paar Kinder kreischend ins Wasser gesprungen sind. Als wir uns unbeobachtet gefühlt haben haben wir es selbst gewagt! Einfach ein riesen Spaß - Timon hat sich nicht getraut - dem ist das Wasser außer im "Hotpool" eh immer zu kalt - aber er hat uns angefeuert und sich tot gelacht! Leider haben uns nach einiger Zeit die Sandflies entdeckt und sich in solchen Scharen auf uns gestürzt, dass wir schweren Herzens flüchten mußten!

24. Januar: Abel Tasman National Park


Ein Traum...es hat die ganze Nacht geregnet und wir haben kaum zu hoffen gewagt, einen Teil des Coastel-Tracks trockenen Fusses erwandern zu dürfen...aber wir hatten Kaiserwetter! Strahlend blauer Himmel, Buchten mit goldgelben Sand, tieftürkises Wasser, eine tolle Flora und Fauna und ein super Wanderweg...! Wir sind absolut begeistert und ein kleines bischen traurig, dass wir ihn nicht zur Gänze (4 Tage) wandern können. Dabei ist hier wirklich alles möglich - mit dem nötigen Kleingeld. Man kann mit dem Wassertaxi alle möglichen Buchten anfahren, sein Gepäck (auch Zelt etc. überall hintransportieren lassen). Aber so ganz sind diese durchorganisierten Klamotten nicht unser Fall und wir habern auch ein bißchen Ergeiz. Wenn wir den Hintern hinterher getragen bekommen, sind wir nicht zufrieden.
Ansonsten fehlen mir einfach die Worte, um euch die grandiosen Eindrücke zu beschreiben - also schaut selbst.







23. Januar: Hier ist es doch ganz anders...


...als auf der Nordinsel! Sind wir auf der Nordinsel endlose Kilometer durch grüne Hügel und hübsche Flusstäler gefahren, haben unzählige Schafe beim Grasen beobachtet, in den rauhen Wellen des Pazifiks gebadet, auf einsamen Wiesen unser Zelt aufgeschlagen und viel, viel Sonnecreme aufgetragen, so könnte der Kontrast im Moment kaum größer sein. Vor uns türmt sich eine mächtige Gebirgskette auf, wir fahren über (im Moment ncoh sehr gemäßigte Pässe), die an die Alpen erinnern, es gibt endlose Wälder und das Meer erleben wir im Moment nur im Sound - d.h. ruhige Buchten, in denen anmutig die Segelböotchen Schaukeln. Die Campingplätze platzen z.T. aus allen Nähten - schon gestern haben wir erst beim 2. Anlauf eine annehmbar große Fläche für unser Zelt erobern können und auch heute hatten wir beim 1. Versuch kein Glück...! Ach ja und die Sonnencreme ist in der Tasche schon ganz weit nach unten gerutscht! Dafür mußten wir die Cortisoncreme hervorsuchen, denn Timon hat irgendein blutrünstiges Biest derart in sein Ohr gestochen, dass es ganz dick und zugeschwollen war. Sieht aber jetzt schon wieder viel besser aus. Schade, da hat er ja gar keine Ausrede mehr, wieso er absolut nicht hören kann...!

22. Januar: Zur rechten Zeit am rechten Ort


Das von sich zu behaupten ist schon ein seltener Glücksfall - aber wir hatten gleich 2x das Glück! Vor einigen Wochen waren wir ja an der Ostküste des Nordinsel unterwegs und dort haben wir von schlimmen Unwettern auf der Südinsel gehört. In Nelson mußte sogar ein Campingplatz evakuiert werden und auch sonst war der Sommer auf der Südinsel bisher nicht so toll. Aber da haben wir ja schönstes Sommerwetter auf der Nordinsel genossen.

Gestern haben wir unser Zelt in Nelson aufgeschlagen, es war angenehm warm und sonnig. Da müssen wir vernehmen, das auf der Nordinsel - insbesondere an der Ostküste ein schlimmes Unwetter herrscht...! Haben wir ein Glück!

Leider ist der Sommer auf der Südinsel noch immer nicht aus den Startlöchern gekommen und so geniessen wir heute Nachmittag das kurze Stell-dich-ein des Sommerfeelings...! Nicht für lange, wie sich herausstellen wird!
 

21. Januar: Nicht nur das Schöne ... oder die kleinen Gemeinheiten des Reisealltages


Sonst lest ihr an dieser Stelle immer von Sonnenschein, Pedalers Paradies, netten Bekanntschaften...halt den angenehmen Seiten unseres Lebens unterwegs. Heute gönnen wir euch mal einen Blick auf die Kehrseiten ...
Der Wetterbericht verspricht uns schönstes Radelwetter - seit 2 Tagen ist es aber statt dessen kalt und wir sind froh, wenn es halbwegs trocken ist. Außgerechnet an so einem Tag zelten wir auf einem Zeltplatz ohne Aufenthaltsraum, etc. Wir bekommen einen Platz zugewiesen, auf dem wir die Häringe der Zeltnachbarn mitnutzen können. Als Timon aus dem Anhänger klettert, ist seine Buxe pitsch nass und der Anhänger auch. Die "Sch..." Pampers (natürlich nicht von Pampers) sind nur teuer aber halten absolut nicht was sie versprechen. Also alles nass, und bei dem Wetter auch nicht wieder trocken zu bekommen. Während wir das Zelt aufbauen pisacken uns schon die Sandflies. Im Zelt müssen wir erstmal die Ohrenkneifer einfangen, die sich hier anscheinend während unserer 3 tägigen Abwesenheit vermehrt haben. Wir bauen unseren Kocher auf, aber wir bekommen keinen Druck aufgebaut, da das Pumpenleder zu trocken ist. Die Arbeit ruft...!

Kaum haben wir uns zum Essen niedergesetzt, fängt es wieder an zu nieseln.

Und das war nur heute...!

Mal sehen, was morgen so auf uns zukommt - Platten oder Speichenbruch, Regen und Gegenwind und kein geeigneter Platz um geschützt Pause zu machen, ein Campingplatz zum Haareraufen, idiotische Autofahrer, im Supermarkt kein anständiges Brot, ach es gibt soooo viel - aber wahrscheinlich wird es wieder ein schöner Tag...!


17. Januar: birdshit


Ein herrlicher Zeltplatz ist das hier in Martinsborough - unserem letzten Etappenziel, bevor wir morgen die Fähre von Wellington nach Picton nehmen (wollen). Wr haben das Zelt schön im Schatten einiger Bäume aufgebaut, der Wind läßt die Baumwipfel leise rauschen und die Vögel beehren uns mit einem Regelmäßigen PITSCH - wenn ihnen mal wieder ein birdshit entweicht. Neben unserm Zelt hat es auch schon mein Buch, den Computer und mehrfach Richards pullover getroffen - erstaunlich, dass deren Verdauung offensichtlich auch Nachts keine Ruhe findet...! Wir sind gespannt, wie das Zelt morgen früh aussieht.

Mittwoch, 19. Januar 2011

19. Januar: Schokopudding zum Nachtisch


Wir haben nach 24 Nächten im Zelt endlich mal wieder ein richtiges Bett mit 4 Wänden drum herum und sogar ein eigenes Bad! Wow - solch ein Luxus! Bei dem Sturm, der draussen geherrscht hat sind wir ganz froh drum. Dazu kommt nach, dass esin diesem Hostel jeden Abend um 8.00 Uhr selbstgebackenen Schokopudding mit Vanilleeies gibt! MMMMhHHH! Gut, dass uns Nachts ein Haufen Mücken auf Trab halten, damit der Pudding gar nicht erst ansetzen kann!

Heute war - wieder erwarten keine Wolke am Himmel und wir geniessen einen faulen Tag! Picton ist hübsch, wir gehen spazieren, schwimmen im Meer, bummeln und Timon plantscht stundenlang im Pool auf dem Spielplatz (und holt sich dabei eine dicke Beule...). Abends sind wir pünktlich zum Puddingessen wieder im Hostel und nun sitze wir bei hochsommerlichen Temperaturen im unserem Zimmer - Fenster und Türen feste verriegelt, um den Mücken gar nicht erst wieder Zutritt zu verschaffen!
 





18.Januar: ÖPNV


Da haben wir es doch btatsächlich schon wieder getan und sind statt mit dem Radel mit Bahn und Fähre gefahren. Nach 6 herrlichen Wochen auf der Nordinsel sind wir heute mit der Bahn die restlichen 60 km nach Wellington gefahren, um uns den Highway nach Wellington zu ersparen. Nicht das erste Mal begegnen uns entgleiste Gesichtszüge, als die "Gepäckmanagerin" des Zuges unseren Gepäckberg erspäht! "No Space" - aber Richard läßt gar keine Zweifel aufkommen, dass wir und all unsere Sachen mitnehmen können...! Von Wellington aus erwischen wir in letzter Minute die Fähre, die uns über die Cooks Strait nach Picton fährt. Die Strait ist bekannt dafür, dass sie nicht gerade zimperlich mit den Schiffen umgeht und es herrschen starker Seegang und ein starker Wind...! Nach 3 Stunden betreten wir mit Regen und stürmischen Winden die Südinsel - wir sind gespannt, was uns hier erwartet.
 


20. Januar: Ein Tag auf dem Queen Charlotte Track


Wir haben unseren Rädern noch einen Tag Ruhe gegönnt und haben stattdessen einen Wandertag eingelegt. Da hier in Picton der wohl bekannte Queen Charlotte Track beginnt (bzw. endet) wollten wir den nicht ganz verpassen. 71 km können wir aber nicht an einem Tag bewältigen und für eine Mehrtageswanderung fehlt uns die Ausrüstung. Also haben wir das Wassertaxi bestiegen und sind bei grauem Himmel und Regenschleiern zum Ship Cove gefahren. Dort hat Käptn Cook das erste mal die Südinsel betreten. Nach einigen Stunden auf diesem wunderbaren Wanderweg durch urwüchsigen Wald, begleitet von abwechselungsreichem Vogelgesang, einzelnen Schauern und essensinteressierten Wekas (große Vögel) haben wir tatsächlich nur 40 min. vor Abfahrt des Schiffes unser Ziel erreicht. Eine toll gelegene Logde, wo man (für viel Geld  denke ich) echt schön nächtigen kann - bei uns hats nur für einen tollen Kaffee und eine runde Schaukeln gereicht, bevor das Boot Richtung Picton wieder abgelegt hat. War mal was ganz Anderes, kann man auch nicht jeden Tag machen - viel zu teuer - aber Morgen gehts ja wieder aufs Rad...!




Montag, 17. Januar 2011

16. Januar: Der Wind



...weckt uns schon am Morgen, so laut rauscht es in in den Bäumen und uns schwant ein weitere Großkampftag! Wir frühtsücken im zelt und packen dann zügig zusammen, denn mit Gegenwind werden wir endlos lange für die restlichen 44 km bis Masterton brauchen!
 


15. Januar: Abgeschoben



Der Wind bläst uns mit Sturmböen ins Gesicht und wir kämpfen z.T. noch härter als die anderen Tage, um uns überhaupt auf dem Rad halten zu können. Immer wieder knallt uns der Wind von der Seite oder von vorne entgegen und wir müssen so manches Mal (sogar bergab) schieben. Mittags, an windgeschützter Stelle, überlegen wir, ob wir uns nicht lieber im Backpacker verschanzen, bis der Sturm vorüber ist. Da dabei aber die Sonne lacht und wir nicht sofort wieder klein bei geben wollen, machen wir uns erneut wieder auf den Weg...! Mit einiger Mühe fahren wir tapfer bis zum geplanten Campingplatz, bauen unser Zelt zwischen zwei "Hütten" auf und hoffen auf Besserung für den nächsten Tag.