Sonntag, 27. März 2011
24. März: Die wollen doch nur spielen!
Diese Art von Entschuldigung oder Rechtfertigung hört man in Deutschland nur allzu oft. Hier ist das anders - und die meisten kleffenden Vierbeiner wollen uns zerreißen. Entschuldigen tut sich dafür niemand und es interresiert hier auch keine Sau, was die Köter alles so veranstalten. Mit Spielen hat das meistens herzlich wenig zu tun. Herrchen, die Ihre Hunde brav an der Leine herumführen sind eher eine Seltenheit. Ein schwacher Trost ist, dass die frei auf der Straße laufenden Hunde gegenüber den angeketteten Artgenossen weniger Ünterdrückung erfahren und daher sich meist etwas entspannter verhalten. Aber bei den Dorfdurchfahrten lauert hinter fast jeder Hausecke eine Adrenalinspritze. Ist die Kette wirklich kurz genug? Hat der Zaun nicht doch irgendwo ein Loch? Zur Not springen wir auch schon mal mit Dogchaser und Trinkflasche bewaffnet vom Rad und versuchen uns zu verteidigen. Zum Glück ging bislang alles gut, aber Spaß macht dieses Spiel nicht - man wächst halt mit seinen Aufgaben aber die Hosen voll habe ich trotzdem.
Campingidylle geht anders:
Nach gut einer Woche Portugal haben wir es nun auch geschafft satte zwei Mal zu zelten. Capmingplätze gibt es eigentlich nur an der Küste und oftmals sind sie auch noch geschlossen. So fanden wir dann doch eine Zeltgelegenheit auf einem steinigen Volleyballfeld - immerhin besser als auf Asphalt oder Beton. Auf einem anderen Platz liefen die Vorbereitungen für die kommende Saison und so mussten wir unter Baubehelfen durchkriechen, um zur Dusche oder Toilette zu gelangen - aber immerhin war warmes Wasser vorhanden. Erstaunlich, dass für zwei sich verirrende Radler ein gut besetzter Rezeptionsbetrieb aufrechterhalten wird. Wir sind schon gespannt, wie das hier mit dem Zelten wohl so weitergeht. Gut zu wissen, dass man hier auch recht günstige Unterkünfte findet.
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