Donnerstag, 31. März 2011
28. März: Grau
Grau ist die Farbe der Lissaboner Vorstädte, die wir - Gott sei Dank - nur mit dem Zug durchqueren. Nach einem gut vorbereiteten Einsteigemanöver (alles sicher verstaut im Gepäckabteil...!) gefolgt von einem eiligen und umständlichen Umsteigemanöver (der gewählte Zug ging leider kaputt) erreichten wir Mittags Sintra. Eine alte und touristisch stark überstrapazierte Stadt - leider dank des Wetters und des einsetzenden Regens auch grau! Den Menschenmassen, die sich durch die holprige Altstadt zwängen, bunte Hähne, bemalte Fliesen und kitschige T-Shirts als Andenken kaufen und sich von penetranten Kellnern ins Restaurant ziehen lassen, entgehen wir, indem wir unsere Mittagspause auf dem Spielplatz machen. Dort machen uns nur ein paar Jugendliche die trockenen Plätzchen im Spielehaus streitig!
Grau ist dann leider auch der Weg nach Ericeira (einer Surferparadies...) - es regnet, die Strasse ist alles andere als einsam und wir sind froh, schnell eine trockene und recht nette Unterkunft zu finden (irgendwie ist uns nicht nach zelten...) Grau ist auch der Blick aus unserem Fenster auf den Atlantik und meine Laune, da uns bei dem Versuch auf der Terasse zu kochen das Zimmer fast überflutet wird...!
Aber mit gut gefülltem Magen, einer Tasse Wein, einem Sohnemann, der wie ein Engel schläft und unter warmen Decken wendet sich der Tag doch noch zum Guten - da hört sogar der Regen auf und wir geniessen den Abend in unserem gemütlichen Zimmer.
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