Montag, 17. Januar 2011

14. Januar: Rural experience


wir sind begeistert! Kaum ein Touri kennt diese Ecke von Neuseeland, wahrscheinlich auch kaum ein Neuseeländer. Wir haben absolut unsere Ruhe - bis auf die wenigen Menschen die hier leben und ihre Schafe züchten verirrt sich kaum jemand hier her und so können wir die Ruhe und die ländliche Idylle auf diesem fast verlassenen Highway total geniessen. Rings herum nur Grasbewachsene Berge, Flußtäler, Bauernhöfe und jede Menge Schafe. Zum Camping verziehen wir uns auf "Domainplätze" - eine Wiese am Rugbyfeld, eine Schafsweide mit Toilettenhaus...! Kein Mensch dort außer uns. Die wenigen Menschen, die wir antreffen, sidn außnehmend freundlich...! Richard hält Abends ein Schwätzchen mit einem Schafszüchter und i wir dürfen am nächsten Tag bei der Schafsschur zuschauen. Ratz fatz wird das arme Schäfchen an den Vorderbeinen gepackt und in Stelleung gebracht und nach 30 Sek. wird es "nackt" wieder in die Freiheit entlassen! Kaum zu glauben, aber ein Schaf bringt 4 Kilo Wolle auf die Waage und bringt dem Schäfer ca. 8,00 €. Alles in allem harte, schweißtreibende Arbeit - wir sind fasziniert. Timon ist das ganze zu laut und die vielen Schäfchen etwas unheimlich...!
 


13. Januar: 11,5


...das ist die Temperatur, die uns Morgens hat frösteln lassen - so kalt war es hier bisher noch nicht!

...und das ist der Schnitt, den uns der Wind, der mal wieder von vorne pustet, aufzwingt. Mühsam erkämpfen wir uns jeden Meter. Dabei kommen wir in the middle of nowhere an dem Platz mit dem längsten Namen der Wel vorbei. Taumatawhakatangihangakoauauotamateaturipukakapiimaungahoronukupokaiwhenuakitanatahi - was soviel bedeutet wie: "The brow of a hill where Tamatea, the man with the big Knees, who slid, climbed and swallowed mountains, known as the land eater, played his Flute to his loved one.
Außer dem Schild gibts nichts zu sehen...!
Nachmittags verschlägt es uns nach Wimbledon - hier gibts zwar keine Tennisplätze aber ein seeeehhhr leckeres kaltes Tui-Bier vom Fass!!!
Gezeltet wird mal wieder weit ab vom Schuss - auch hier hat man schon von uns gehört...!
 

12. Januar - Abends: in fremden Betten


Nach einem anstrengendem Tag im Sattel (der Wind war nicht unser Freund) - der erste von 5 Tagen auf dem herrlich verlassenen Highway 52 - verschlägt es uns auf einen ebenso verlassenen Campground. Alles andere als einladend, aber wir haben - wie eigentlich fast immer - keine Wahl. Also schlagen wir unser Zelt in einer Ecke des Platzes auf und auf Grund des zunehmenden kalten Windes und der Wolken, verziehen wir uns schon früh. Nachts werden wir vom Sturm geweckt - da wir direkt unter alten Bäumen stehen und es gar unheimlich rauscht, haben wir Sorge ob a) unser Zelt und b) die Bäume dem Sturm standhalten. Kurzer Hand entschließen wir uns, das Zelt seinem Schicksal zu überlassen und uns die schmuddelige Küche herzurichten. Vorher testet Richard noch die Verfügbarkeit der Cabins - zum Glück offen (auch schmuddelig) - aber wir flüchten und legen uns auf Regenjacken etc., um möglichst nicht mit den Matrazen in Berührung zu kommen und schlafen schnell wieder ein. (Timon hat sich sowieso nicht stören lassen). Morgens hat sich der Sturm verzogen, das Zelt steht noch wie eine Eins und wir schaffen es gerade noch rechtzeitig ins Zelt zurück, bevor der "Campingplatzwächter" seine Runde macht.


...so weit kann ein Topfdeckel im Winde fliegen


12. Januar - Morgens: Richard auf dem Damenklo


Das morgentliche Bedürfnis treibt mich aus dem Zelt und ich gehe schnurstracks auf das Sanitärgebäude zu. Froh über eine menschliche Regung auf einem sonst fast leeren Campingplatz sind zwei Hunde - ein Boxer und ein Mischling - und sie kommen geradewegs auf mich zugerast. Mir wird sofort klar, dass die Entfernung zum Toilettenhaus zu groß ist, um dieses noch rechtzeitig erreichen zu können. Also nehme ich allen Mut zusammen und versuche mein Gehtempo unverändert beizubehalten. Natürlich werde ich angesprungen, aber meine bißfeste Kettenhose hält stand. Na ja - Spaß beiseite - aber so um meine Beine hüpfende Köter kann ich einfach nicht aushalten - erst recht nicht am frühen Morgen. So suche ich halt Zuflucht hinter der nächsten - wenn auch falschen - Tür. Viel länger als nötig verweile ich dort in der Hoffnung, dass die Luft bald wieder rein ist. Auf dem Rückweg mit dem Herz in der Hose werde ich in Ruhe gelassen.

11. Januar: Radweg - gut und schön


...darauf hatten wir uns jedenfalls gefreut - leider wurde da nichts draus, denn die "idiotischen" Radwegplaner haben alle paar Kilometer "Kuhschleusen" angelegt, durch die man mit einem normalen Fahrrad schon nur mit Mühe und viel Geschick kommt. Mit unseren beladenen Rädern, mit Anhängern oder auch nur einem Kinderwagen hat man keine Chance! Selbstverständlich merkt man das erst, nachdem man schon ein Stück des Weges zurück gelegt hat...!

So schlagen wir uns also erstmal auf der Hauptstrasse durch - dafür finden wir den Rest des Tages eine herrliche und kaum befahrene Strasse. Wenn da nur nicht der Wind von vorne wäre...!

Sonntag, 9. Januar 2011

10. Januar: Timons Tag



Heute sind wir einfach mal hier geblieben - Napier ist eine wirklich hünbsche Stadt (davon hatten wir noch nicht viele) und es gibt viel zu sehen und zu tun. Zu erst einmal gilt es den Spielplatz von gestern Abend zu rocken und mit den Kindern vom Nachbarzelt die Duplos zu teilen. Und schwupp ist es 12.00 Uhr bevor wir loskommen!

Wir besuchen das kleine aber nette Aquarium mit seinen Piranhas, Echsen, Schildkröten, Haien und dem üblichen Getier! Ich bin ja nicht so der Fischfan (außer er kommt ausgenommen und gebraten auf einem Teller daher), aber Timon gefällts. Er versucht eine Ewigkeit ein kleines Böotchen in Betrieb zu nehmen (er weiss zum Glück noch nicht, dass man nur 1 $ einwerfen muss...!) gibt dann auf und erfreut sich an den Fischen! Dann noch ein bißchen Stadtbummel und viiiiloe Zeit auf dem Spielplatz - und schon gehts weiter in Richtung Wellington. Wir hoffen, das sich der wind mal wieder dreht...!
 

09. Januar: Der Bus...


nimmt uns mit nach Napier! Wir sind nicht etwa plötzlich zu faul geworden - aber die Strecke soll recht befahren sein und wir haben keine Lust, uns 2 Tage mit viel Verkehr zu versauen! Das wetter lädt eh nicht zum Radfahren ein und so stehen wir morgens pünktlich mit Sack und Pack an der Bushaltestelle und hoffen, das der Busfahrer uns nicht im Regen stehen läßt! Der Witz ist, dass man die Räder zerlegen muss, bevor der Bus kommt und vor allem bevor man weiss, ob der einen mitnimmt! Sonst muss man eben am nächsten Tag wieder kommen! Wir haben aber Glück und so stehen wir 3 Stunden später in Napier am Busbahnhof! Timon ist die Fahrt mit den ganzne Kurven nicht so gut bekommen...zum Glück ist das Frühstück schon verdaut gewesen! Von dem übermäßigen Verkehr haben wir nichts gesehen und es tut uns ein bißchen leid um die wirklich schöne Strecke! Aber nun sind wir hier und lungern ein wenig im Café rum. Eigentlich wollten wir in Ruhe Internet nutzen, aber wir werden alle Nase lang angequatsch, treffen 2 x alte Bekannte und so ist es schon wieder fast 7.00 pm bis wir auf dem riesigen Zeltplatz (fast schon eine eigene Stadt) ankommen! Es gibt einen riesigen Spielplatz mit sicherlich über 50 Kindern...! Ein Timon-Paradies!