Montag, 28. Februar 2011
28. Februar: Ab durh die Mitte
12740 sind die Kilometer, die wir seit unserem Start im April geradelt sind, würden ausreichen, um einmal durch die Erde zu radeln - aber mal ehrlich, so beeindruckend auch der Einblick in die tiefen unserer Erde waren (wie z.B. im Tongarionationalpark) - auf ihrer Oberfläche gefällt es uns doch viel besser! Sosind wir nach 3 wunderbaren Monaten auf der sonnigen Seite des Lebens und der Erdhalbkugel wieder in Auckland gelandet. Unser Hostel liegt im Herzen der Stadt - trotzdem ist es erstaunlich ruhig. Es gibt keine Mücken und Sandflies und wir sitzen um 23.00 Uhr noch im T-Shirt draussen! In 3 Tagen geht es zurück und wir freuen uns schon sehr darauf, euch alle wieder zusehen. Zuvor gilt es noch einiges zu organisieren. Fahrradkartons müssen herbeigeschafft werden, die Räder mehr oder minder zerlegt werden und unser Gepäck wieder aufs Maximalgewicht von 69 kg (inkl. Räder, Anhänger etc.) reduziert werden. Aber vorher geniessen wir noch den lauen Sommerabend mit einer Flasche leckeren Neuseeländischen Wein...!
27. Februar: Auckland in Sicht
Wir haben unser Zelt auf einem fast menschenleeren Campground in einem Regionalpark quasi vor den Toren der Stadt aufgeschlagen uns geniessen die letzte Campingplatznacht in Neuseeland. Es ist ein wunderschöner Platz mt Blick auf eine Bucht, kleine Inseln und über uns wölbt sich ein wunderschöner Sternenhimmel. Ein bischenSchade finden wir es schon, diese traumhafte Insel und diesen mindestens ebenso traumhaften Sommer schon wieder v erlassen zu müssen. Es gefällt uns hier einfach zu gut! So viele Radelkilometer auf fast einsamen Strassen, so viele herrliche Campingplätze, erfrischende Bäder in Seen, Flüssen und im Meer, so viele leckere Cappuccino und Carrot Cakes - aber ihr fehlt uns schon sehr! So schön es hier auch ist - ohne Familie und Freunde wollten wir auch nicht leben am anderen Ende der Welt!
Freitag, 25. Februar 2011
25. Februar: Chemiker gesucht
24. Februar: Trau keinem aus Huntly
das hatten wir noch nie - 2 mal eilte ein nicht allzu freundlicher Ruf der Stadt Huntly, die unser heutiges Ziel war, voraus. Heute Morgen ernteten wir nur hochgezogene Augenbrauen bei unserer Zielangabe. Heute Nachmittag warnte uns dann eine eigentlich sehr freundliche Frau davor, irgendeinem Menschen in Huntly zu vertrauen. Der Ort sei "gefährlich", die Menschen dort sehr "grob" und wir sollten gut auf unsere Sachen aufpassen. Da waren wir natürlich mehr als gespannt, was uns erwarten würde. Mit gezücktem Messer rollten wir in die Stadt ein - und ... es passierte gar nichts. Der Campingplatz lag wunderbar an einem See, die Menschen waren wie gewohnt freundlich und hilfsbereit (wenn man mal von der Campingplatzwirtin absieht, die uns doch tatsächlich zutraute einen riesigen Topf stehlen zu wollen - der sollte unserem Timon eigentlich nur als Wanne zum Spülen dienen...!)l Also, nichts ist so schlecht wie der Ruf, der ihm voraus eilt!
23. Februar: Wie gerufen...
wir glauben ja nicht an Schicksal und auch nicht an böse Vorhersagen - aber ob immer alles nur dem Zufall oder Gottes Fügung überlassen bleibt? Viel zu oft kommt es vor, dass uns nach der Feststellung: "lange keine Trucks" in der nächsten Minute einer um die Ecke kommt und auch die Freude über "lange keine Platten" wurde schon des öfteren mit einem Plattfuss belohnt! So wieder am heutigen Tage auf dem Weg nach Mangakino. Kaum hatte Richard seiner Freude diesbezügllich Ausdruck verliehen, entwich langsam aber unaufhaltsam die Luft aus seinem Hinterrad. Nur ein kleines Loch - aber es zwang uns zur Pause in einer Minifliegenverseuchten Hofeinfahrt...! Wie wäre es mal mit "lange keine Sonne gehabt" - das wäre wohl fett gelogen!
22. Februar: Und ihre Frau macht das alles mit...?!
Diese Frage, die uns (besser Richard) unser bayrischer Zeltnachbar stelte, war an Ernsthaftigkeit kaum übertreffen. Sympathischer hat es ihn mir nicht gemacht...! Aber jeder hat eine zweite Chance verdient - die hat er leider auch direkt versägt: ah, da kommt der Mann, der weiss bestimmt besser Bescheid! Das wars, der Mann war für mich gestorben. Man wünscht ja niemandem was böses - aber ein paar Tage Regen im Tongarironationalpark würde ich ihm schon gönnen!
21. Februar: Lake Taupo - und es gibt noch andere Verrückte
Bei schönstem Sonnenschein konnten wir heute die Etappe am Lake Taupo nach Taupo radeln - herrlich dieser riesige See - ein Vulkankrater - der türkis-blau in der Sonnen schimmert! Und da ist es doch tatsächlich passiert - nach mehr als 10 Monaten treffen wir endlich eine radelnde Familie mit Kindern im Chariot (das ist unser Kinderanhänger). Neben einem 2 1/2 jährigen haben sie auch noch ein Mädchen mit 4 Jahren und einen Jungen mit ca. 6 Jahren dabei, der tapfer mit dem Vater auf einem Hase Liegetandem strampelt. Die scheinen aber recht gestresst zu sein und nach einem kurzen Schwatz trennen sich unserer Wege wieder. Schade eigentlich. Dafür erreichen wir schon Mittags Taupo und können im See baden - dank einiger heissen Quellen ist das Wasser an manchen Stellen angenehm warm und wunderbar klar. Außerdem radeln wir noch zu einem Wasserfall und schon ist wieder Abend! Für die nächstenTage ist leider nicht so gutes Wetter angesagt - wir hoffen das gilt nicht für uns!!!
20. Februar: Es geht bergab
Nicht mit unserer Motivation natürlich und auch nicht mit unserer Laune trotz der in Kürze bevorstehenden Abreise - sondern einfach mal mit dem Rad - nicht immer nur bergauf schuften sondern einfach mal rollen lassen - einfach herrlich dieser so lange entsagte Luxus! Nur einen kleinen Sattel mußten wir erzwingen und wurden dafür mit einer tollen Aussicht auf den Lake Taupo belohnt! Turangi - unser erstes Einkaufs- und Cafeziel war leider ein ziemlicher Reinfall - denn außer Supermarkt, Tankstelle und Touranbietern und Unterkünften gab es nichts zu sehen. Auch unser Campingplatz 20 km weiter hat wohl schon mal bessere Zeiten gesehen. Ein riesiges Gelände, ein Haufen leerer Wohnwagen, Küche und Sanitäranlagen für hunderte von Besuchern - und das alles für uns! Leider hatten wir so auch niemanden mit dem wir die Mücken teilen konnten, so dass wir uns nach Einbruch der Dunkelheit schnell in unser Zelt verkrochen haben - so haben wir dievielen Plagegeister nur gehört, aber mußten uns nicht zur Wehr setzen.
P.S.: Die Bilder von der gestrigen Wanderung sind jetzt auch ergänzt
Montag, 21. Februar 2011
19. Februar: Tongariro-Crossing
Was haben wir doch für ein Glück! Gestern Abend erreichen wir so gegen 18.00 Uhr den Zeltplatz, der als Ausgangspunkt für die Wanderung dienen soll und wir bekommen noch einen Platz im Shuttlebus und das Wetter ist ziemlich gut. Das haben wir uns kaum Träumen lassen, dass die als "beste Tageswanderung Neuseelands" bekannte Wanderung auf Anhieb klappen könnte. Es ist wirklich eine tolle Wanderung! Durch erkaltete Lava und Lavasand geht es bergan bis sich von oben ein unglaublicher Ausblick auf den Krater des Vulkans eröffnet. Man kann sich lebhaft vorstellen, wie es darin gebrodelt und gekocht hat, denn es dampft noch an allen Ecken und Kanten und der Boden ist sogar warm! Außerdem kann man herrlich türkisblaue Kraterseen in der Sonne funkeln sehen und auch die Fernsicht ist super!
Timon entpuppt sich als richtig kleiner Wandersmann und übertrifft sich selber. Fast 5 km rennt er über Stock und Stein, Trepp auf Trepp ab und ist kaum klein zu kriegen!
Der einzige Wermutstropfen: Eine so atemberaubende Aussicht und herrliche Wanderung will man doch gerne im Stillen geniessen. Bei den Menchenschlangen, die sich wie Armeisen die Wege hinauf und hinab ziehen ist an Einsamkeit nicht zu denken. Unglaublich wieviele Wanderer hier unterwegs sind. Zig Shuttleservice fahren die wanderlustigen Menschen in die Berge und holen sie am Ende der Wanderung wieder ab - hier sitzen dann bestimmt 100 kaputte und durstige Menschen und warten auf ihr Unternehmen - wer da auf die Idee käme, einen Kiosk mit Eis und gekühlten Getränken auf zu machen, verdiente sich sicherlich eine goldene Nase!!!
18. Februar: Pausenfüller
So oft berichten wir euch vom Radfahren - heute mal von den Pausen. Eigentlich nichts Besonderes. Während ich den New World Supermarkt stürme um unsere leeren Taschen für die nächsten paar Tage zu füllen rocken Richard und Timon ein winziges Fleckchen Wiese mit Tisch. Wie immer kommen erst mal die Legos raus ...! Als ich zurückkomme richten sich 4 erwartungsvolle Augen auf meine Taschen - Eis??? Timons Lieblingseis gabs nicht also müssen sich die Herren eins teilen und es entbrennt der erste Streit ums Essen...!
Mit schokoladenverschmierten Mund fahren wir noch einige Legoautorennen - Richards Giraffe verliert jämmerlich, Timons eisbärgesteuerte Walze schlägt sich tapfer aber gegen meinen Loggingtruck haben sie einfach keine Chance.
In unserer Mittagspause wähnen wir uns Anfangs bis auf einen Haufen Fliegen alleine auf dem mehr oder weniger schönen Rastplatz - kleinere Nachforschungen ergeben, dass wir den zum Glück großzügigen Platz mit einem toten Schaf teilen müssen...!
Später gesellen sich auch noch ein paar kampfbereite Hühner zu uns - sie kämpfen zum Glück nur untereinander - von und wollen sie nur die Essensreste (gibts bei uns natürlich nicht, als würde bei uns was übrig bleiben...!)
17. Februar: Glow-Worms
16. Februar: Endlich wieder Radfahren...
Dienstag, 15. Februar 2011
15. Februar: Es fährt ein Bus...
...nach Whanagnui. Und er hat uns ohne Probleme mitgenommen. Kein Schaden an den Rädern, kein kotzender Timon, kein Kampf zwischen David und Goliath auf Neuseelands Hauphauptstrasse. Die Strecke ist zwar z.T. ganz schön, der Wind kommt aus Süden und die Sonne lacht, aber wir sind trotzdem ganz zufrieden, einmal das Rad gegen den Bus einzutauschen. So haben wir heute allerdings auch mal einen herrlich ereignislosen Tag verbracht (wenn man mehrere Großkampfereignisse zwischen unserem dickköpfigen Sohn und uns als ereignislos berachten möchte...), den wir nun vor unserem Zelt direkt am Whanganuiriver mit einer kühlen Flasche Macks Black (mmmhhhh ein leckeres Bier) beschliessen!
Sonntag, 13. Februar 2011
14. Februar: 173 Tage mit Windstärke 7 oder mehr
Unglaublich, aber Wellington ist wirklich eine Windgebeutelte Stadt. Wir haben heute Morgen einen strapazösen Sparziergang auf den Mt Victoria - Wellingtons Hausberg - unternommen. Es hat unsere ganze Kraft gekostet, zu zweit den Anhänger die steilen Pisten hochzuschieben. Oben warteteten dann schon Busladungen von Touristen auf uns, die sich wahrscheinlich gefragt haben, wo man so ein rotes und verschwitzes Gesicht her bekommt. Von Oben hatte man eine fantastische Rundumsicht - die Anstrengungen haben sich also gelohnt.
Den Nachmittag verbringen wir dann in "dem Nationalmuseum" Neuseelands verbracht. Te Papa - eine wirklich schöne Ausstellung zu allen nur erdenklcihen Themen, interaktiven Ausstellungen und Kunstaustellungen. Timon ist leider noch nicht so interessiert - daher kann einer schauen und einer rennt hinter ihm her. Naja, er rennt ja sonst auch ständig hinter uns her oder hockt uns zu Liebe echt brav im Anhänger!
Morgen werden wir uns in den Bus nach Whanganui setzen, um von dort aus mit dem Rad den Tongario-Nationalpark zu erobern.
13. Februar: Wellington - südlichste Hauptstadt der Welt
Abonnieren
Kommentare (Atom)