Freitag, 4. Februar 2011

29. Januar: Waschküche


So ist das Wetter, das uns hier an der Westküste erwartet" Es ist windig und grau, es schauert immer wieder und nur zaghaft zeigt sich hier und da mal ein Sonnenstrahl. Dafür erleben wir das Meer - wie wir es schon von Amerika kennen - absolut wild und gewaltig. Wir kommen schon sehr früh auf dem Campingplatz in Charleston - einem weiteren sehr verlassenen Dörfchen - an und unternehmen noch einen kleinen Spaziergang zum Strand. Tosend brechen sich die Wellen mit ungeheurer Wucht an den Felsen, die Gischt spritzt Meterhoch und es ist unglaublich laut und beeindruckend! Timon läuft den gesamten Rundwanderweg in unschlagbarem Tempo, so dass uns kaum Zeit bleibt, die Stimmung zu geniessen! Schade, dass wir nur zwei Tage an der Westküste sind, denn gefallen tut es uns schon sehr - wenn nur das Wetter nicht so sehr seinem Ruf gerecht würde!



Waschküche - so ist die deutsche Übersetzung für Laundry. Die Benutzung derselben ist immer wieder mit Risiken verbunden. Eigentlich ist es ziemlich praktisch am Abend eines Radeltages die über fünf Tage gesammelte Wäsche in die Maschine und anschließend in den Trockner zu werfen und alles ist erledigt. Auf fast allen Zeltplätzen gibt es hier die Möglichkeit. Doch das ist graue Theorie! Das Waschen fällt in meinen (Richard) Aufgabenbereich und so kenne ich mitlerweile die verschiedenen Fabrikate und Funktionsweisen von Waschmaschinen und Trocknern. Manche sind leider nur vom Platzwart unter Einsatz verschiedenster Kniffe zu bedienen. So wird der zerbrochene Programmknopf eben mit Zangen in die vermeintlich richtige Position gebracht - na Hauptsache die Wäsche ist hinterher nicht nur halb so groß. Manchen Maschinen würde eine Beschriftung "out of order" guttun. Andere Maschinen ziehen sich das Wasser dann scheinbar tröpfchenweise, so dass der Befüllvorgang schon mal ne Stunde dauert. Da habe ich nicht schlecht gestaunt, als eine Frau ihren Waschvorgang "begleitet" hat - sie kannte offenbar das Problem und hat die Maschine mit einer Spülschüssel in den jeweiligen Programmstufen (Befüllen und Spülen) selbst mit Wasser versorgt. Auch nimmt schon mal ein Maschine gerne die geforderten Münzen an ohne auch nur eine Art Gegenleistung dafür zu zeigen. Die Trockner sind da meistens gar nicht schlecht, nur laufen sie manchmal etwas zu kurz, so dass trotz allem die Wäscheleine gefragt ist - so lange das Wetter passt kein Problem. Das bisschen Haushalt macht sich von allein sagt der Mann und so will ich Euch auch gar nicht groß meine Leid klagen sondern nur einen kleienen Einblick in den Waschalltag gewähren. Mein Leid klage ich da lieber des öfteren den Platzinhabern: Wir können am nächsten Morgen ja wohl schlecht unseren Sohn in nasse Klamotten stecken. So packt er unsere Wäsche in seine private Maschine und wäscht oder trocknet sie und alle sind zufrieden.
 

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