Freitag, 24. September 2010

Im Regenwald





Wie sollte es anders sein im Regenwald - es regnet. Zwar nicht immer, aber doch recht viel.
Gerade in diesem Moment sitzen wir hier in einem Picknick-Shelter, haben uns ein Feuerchen im Kamin angezündet und warten darauf, dass das Kaffee- und Reiswasser kocht. Draussen regnet es und es ist recht kalt geworden (11 °C).



























Die Holztransporter fahren in einem Affenzahn über den Highway und wir sind froh, dass wir zur Mittagspause dieses nette Plätzchen gefunden haben.














Wie aber ist es uns in der letzten Woche im Olympic Rain Forest ergangen? Wir sind total beeindruckt, von der wunderschönen Landschaft mit dem einzigartigen Regenwald: moosbehangene Bäume, Jahrhunderte alt, riesig hoch. Mit dichtem Farn, abgestorbenen Stämmen und anderem Grünzeug zugewuchertes Unterholz. Überall tropft es ständig und es ist ein einzigartiges Licht, wenn der Nebel durch den Wald kriecht oder die Sonne ihre Strahlen durch die Baumwipfel schickt.









 
Auch am Pazifik waren wir schon - ebenfalls hier im Olympic National Park und auch dort ist es wunderschön - gar nicht zu vergleichen mit der Nordseeküste. Überall liegen riesige, ausgebleichte Baumstämme im Sand, der Regenwald reicht bis an den Strand und auch hier liegt ein zauberhafter Nebel über dem Ganzen...!





























































Leider gibt es nicht viele Alternativrouten, um der "Hauptroute" - der 101 zu entgehen, so dass wir die Strasse meist mit den RV's und Lkw's teilen müssen. Je nach Streckenabschnitt und Uhrzeit sind das mehr oder weniger! Aber es gibt häufig einen sehr breiten Seitenstreifen, den wir nutzen können. 3 Platten in 3 Tagen sagen wohl genung darüber aus, wieviele kaputte Flaschen wir dabei umschiffen müssen!


Dafür sind die Campingplätze ein Traum. Natürlich immer im Wald gelegen - bei Regen schön geschützt, bei Sonne etwas schattig! Um uns herum der Regenwald, ein Bächlein, ein See oder das Meer und nur recht wenige Camper. Ein sehr nettes Camperpärchen aus Südkalifornien hat uns auf eine leckere Flasche von unserem Lieblingswein eingeladen und wir hatten einen richtig netten Abend im Wohnmobil. Ulla und Paul - vielen Dank nochmal dafür!





Allerorts die Warnhinweise, man solle seine Essenssachen in den tierresistenten Container schliessen, damit man keine Bären oder anderes Getier ins oder ans Zelt lockt. (Wir haben aber ausser Eichhörnchen, Vögeln und Rehen noch nichts gesehen...!


Die Zeltplätze sind wunderschön und naturbelassen angelegt - das heisst aber leider auch, dass die Santäreeinrichtungen, soweit vorhanden, ebensfalls recht naturbelassen sind. Geduscht haben wir in der letzten Woche 1 x 1,5 Min. - dafür ein kühles Bad im See genommen... - öfter gab es keine Dusche. Auch die Reinigungsfirma xy könnte öfter mal das Getier und die Spinnweben entfernen!

Dafür gibt es an jedem Platz eine Lagerfeuerstelle - und wenn es so früh dunkel wird ist ein Lagerfeuer einfach toll - wenn wir denn Holz haben und es auch anbekommen - ohne Grillanzünder gar nicht mal so einfach. Ich habe auch schon mal 12 Milen 10 kg Feuerholz auf dem Fahrrad mitgeschleppt - leider haben wir es nicht zum Brennen gekriegt - Richard kocht heute noch bei dem Gedanken daran...!

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Heute leisten wir uns nach über einer Woche mal wieder ein Motel um zu duschen, zu waschen und mit der Familie zu skypen - wenns denn klappt! Dann geht weiter auf der 101 oder Nebenwegen an der Pazifikküste Richtung LA! Wir hoffen, es geht weiterhin ganz gut voran und die Dusch- und Einkaufsmöglichkeiten ergeben sich öfter!!!
 
 






 
P.S.: Schon vorbei, aber noch nicht vergessen: Da wir in Norwegen nur selten die Möglichkeit hatten, Bilder in den Blog zu stellen liefern wir hier einige nach (unter den Posts "Nordkap" und "Letzte News aus Norwegen")

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