Samstag, 16. April 2011

16. April: Camino de Santiago



Bei - wie sollte es anders sein - schönstem Sonnenschein haben wir uns heute auf den Jakobsweg Richtung Frankreich gemacht. Tausende von Wanderen pilgern den Camino de Santiago, wie der Jakobseg auf Spanisch heisst, jährlich von St. Jean Pied-de-Port am Fuße der Pyrenäen nach Santiago de Compostela. Will man es richtig machen, besorgt man sich ein Pilgerausweis und sollte zumindest die letzten 200 km der rund 1000km des Weges laufen, reiten oder radeln. Auch Harpe Kerkeling hat sich schon mal auf den Weg gemacht! Unterwegs gibts jede Menge Pilgerherbergen wo man für wenig Geld ein Bett im Schlafsaal bekommt!

Da wir nach einer schönen Radroute durch Spanien gesucht haben, haben wir uns gedacht - den Weg kann man ja auch in die andere Richtung fahren - und damit scheinen wir ziemlich alleine dazustehen! Die ersten 20 Kilometer des Tages haben wir uns wie bunte Hunde gefühlt. Denn es kamen uns - wahrscheinlich dank des schönen Wetters und der Popularität - jede Menge Wanderer, Pilger und Spaziergänger entgegen - und die meisten haben uns doch angestarrt, als hätten sie noch nie zwei Radler mit Gepäck, Helm und Trikot gesehen. Vielleicht haben sie uns auch bedauert, weil sie geglaubt haben, wir wüßten nicht, dass wir in die falsche Richtung fahren. So mancher hat ganz ungeniert seine Kamera gezückt und auf uns gerichtet. Irgendwie hat mir das so gar nicht gefallen! Da der "Radweg" aber doch zum Teil recht deutlich von dem original Pilgerweg abweicht (wir haben schließlich keine Moutainbikes und wollen Treppen hoch hüpfen) konnten wir den Rest des Tages auf schönen kleinen Sträßchen radeln und haben am Abend Unterschlupf in unserer ersten Pilgerherberge gefunden. 12 Betten im Schlafsaal - alle leer!
 

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